“Freie Presse und Demokratie können nicht losgelöst voneinander existieren.”

BVDA lud zum traditionellen sommerlichen Netzwerk-Dialog ins Haus der Presse ein.

Sommerlicher Netzwerk-Dialog auf der Dachterrasse des Hauses der Presse in Berlin.
Der BVDA lud zum Netzwerken auf die Dachterrasse des Hauses der Presse ein.

“Die kostenlosen Wochenzeitungen sind ein wichtiger Bestandteil der Medienlandschaft in Deutschland. Viele von ihnen bieten hochwertigen Journalismus und tragen damit zur Meinungs- und Willensbildung im Lokalen bei.” Dies ist eine zentrale Aussage, die der Geschäftsführer des Deutschen Presserats, Roman Portack, beim gestrigen Network- und Dialog-Format VITAL LOKAL traf. Für den Presserat sei es insofern konsequent gewesen, den Verlagen die Möglichkeit zu geben, durch eine Selbstverpflichtung zum Pressekodex ihren Qualitätsanspruch zu untermauern.

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Roman Portack, Geschäftsführer vom Deutschen Presserat (r.), im Gespräch mit BVDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg Eggers beim gestrigen Netzwerkdialog VITAL LOKAL.

Portack hielt seinen Impulsvortrag im Rahmen der Summer Edition von VITAL LOKAL, die der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) traditionell vor dem Ende der parlamentarischen Sommerpause veranstaltet. Dazu hatte der Verlegerverband gestern Bundestagsabgeordnete, Ministerialbeamte, Verbandsvertreterinnen und -vertreter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus MdB-Büros ins Haus der Presse eingeladen. Auf der Dachterrasse des Verbändehauses tauschten sich die Gäste intensiv über die Ausführungen des Presserat-Geschäftsführers aus. Dieser hatte auch auf die Bedeutung der Pressefreiheit sowie deren aktuelle Bedrohungen verwiesen und als einen zentralen Bestandteil einer freien Presse den Informantenschutz hervorgehoben.

 

In seiner Begrüßung ging BVDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg Eggers auf die Ergebnisse einer aktuellen Trendumfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung ein, nach der die Demokratiezufriedenheit der Menschen um 14 Prozentpunkte gesunken ist. “Es ist ein besorgniserregender Befund, wenn – wie in Ostdeutschland – nur noch knapp jeder Dritte mit der Demokratie zufrieden ist. Freie Presse und Demokratie können nicht losgelöst voneinander existieren.” Deshalb seien rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für eine vielfältige und intakte Presselandschaft ebenso wichtig wie unverzichtbar. Mit ihren lokalen und regionalen Verankerungen würden kostenlose Wochenzeitungen Verbindendes schaffen, Identität stiften und das abbilden, was die Menschen vor Ort bewegt, so Eggers.

 

Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier.

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