Dem BVDA gehören 219 Verlage mit insgesamt 893 Titeln und einer Wochenauflage von 64,5 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA rund 77 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Anzeigenblätter werden bundesweit von mehr als 50 Millionen Menschen gelesen.

Der BVDA sieht seine Aufgabe darin, die übergreifenden Interessen der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen zu vertreten und zu fördern. Der Verband nimmt die politische Interessenvertretung wahr und setzt sich in der Politik für verbesserte Rahmenbedingungen der Gattung ein. Um Akzeptanz, Image und Stellung der Anzeigenblätter bei wichtigen Stakeholdern zu verbessern, betreibt der BVDA ein zielgerichtetes internes und externes Gattungsmarketing. Kernaufgabe der Verbandsarbeit ist die Information und Beratung der Mitglieder in allen für sie relevanten Grundsatzfragen. Durch seine verschieden Arbeitskreise, Tagungen, Veranstaltungen und Initiativen fördert der Verband einen intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch unter seinen Mitgliedern. 

In Zeiten rasanten Wandels und eines hart umkämpften Marktumfelds ist eine schlagkräftige Interessensvertretung der Branche wichtiger und anspruchsvoller denn je. Durch den BVDA spricht die Anzeigenblattbranche mit einer gemeinsamen und starken Stimme, die im Interesse der Mitgliedsverlage Rahmenbedingungen mitgestaltet, Entwicklungen antizipiert und die Verlage in die Lage versetzt, frühzeitig und kompetent darauf zu reagieren. 

BVDA-Mitglieder profitieren darüber hinaus unter anderem von folgenden Aktivitäten:

  • Der BVDA ist Träger der ADA, der Auflagenkontrolle der Anzeigenblätter, und veröffentlicht die aktuellen Zahlen quartalsweise in der Mediainformation. Die Verlage dürfen das ADA-Signet als Qualitätsmerkmal in ihrer Eigenwerbung benutzen, um ihre Seriosität auch bezüglich der Auflagenhöhe öffentlich zu dokumentieren. Viele Werbetreibende belegen mittlerweile nur noch ADA-geprüfte Anzeigenblätter.
  • Mit seiner kontinuierlichen Marktforschung liefert der BVDA wichtige Nachweise zu Medialeistung der Anzeigenblätter, die von Kunden, Agenturen und Medien stark nachgefragt werden.
  • Die BVDA Akademie bieten den Verlagen ein attraktives und auf sie zugeschnittenes Weiterbildungsangebot, das aktuelle Herausforderungen aufgreift und Mitglieder darauf vorbereitet. 
  • Mitgliedsverlage können sich um den begehrten BVDA-Medienpreis "Durchblick" für besondere publizistische Leistungen bewerben. "Durchblick"-Preisträger werben oft und gerne bei Lesern und Kunden mit dieser anerkannten Auszeichnung. 
  • Das verlagsübergreifende Belegungsangebot "Anzeigenblatt KOMPAKT" dient als Türöffner für potenzielle Neukunden und steht Mitgliedern für überregionale Vermarktungsinitiativen zur Verfügung.
  • BVDA-Mitglieder profitieren von einem umfangreichen internen Presse- und Informationsdienst sowie von Leitfäden zu relevanten rechtlichen und politischen Fragen.
  • Mit dem Planungstool ADVERTIZOR können Kunden der Verlage und deren Agenturen komplexe Anzeigenblattplanungen schneller, einfacher und effizienter realisieren.
  • Der Verband betreibt eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und stellt kontinuierlich aktualisierte Daten und Fakten zum Anzeigenblattmarkt in Deutschland zur Verfügung.
  • Der BVDA ist Mitglied des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und vertritt die Interessen seiner Mitglieder in diversen Fachausschüssen der Werbewirtschaft.
  • Der BVDA betreut individuell Werbe- und Mediaagenturen bzw. Großkunden.

Anzeigenblätter sind nach BVDA-Definition Presseprodukte, die kostenlos mindestens einmal wöchentlich an die Haushalte eines festumrissenen Gebietes nahezu flächendeckend verteilt werden. Ihre Vorzüge liegen in der hohen Haushaltsabdeckung sowie der großen lokalen Kompetenz und Lesernähe. Anzeigenblätter weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.

Organisiert waren zahlreiche der meist wöchentlich erscheinenden Wochenblätter nach dem Krieg ab 1960 in der Interessengemeinschaft Verleger-Verband Deutscher Anzeigenblätter (VVDA). Der VVDA war von sechs Verlegern mit sieben Wochenblättern bei einer wöchentlichen Auflage von 400.000 Exemplaren gegründet worden. Daneben etablierte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) eine eigene Abteilung, die Arbeitsgemeinschaft Anzeigenblätter der Zeitungen (AdZ), innerhalb derer die von den Zeitungsverlagen oder deren Tochterunternehmen herausgegebenen Anzeigenblätter vertreten wurden. Allerdings führte das in nicht wenigen Fällen zu Zielkonflikten innerhalb des BDZV zwischen den Tageszeitungen und kostenlos zugestellten Wochenblättern. Auch war es wenig hilfreich, dass eine Mediengattung in zwei unterschiedlichen Verbänden organisiert war. Nach jahrelangem parallelem Bestehen von  AdZ und VVDA wurde schließlich am 3. Juli 1987 in Bonn der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) gegründet. Die AdZ stellte ihre Tätigkeit ein. Schon im September 1987 waren 66 Verlage mit 240 Titeln und einer Auflage von 15,3 Mio. Exemplaren im BVDA organisiert. Zum 31.12.1987 wurde der VVDA auf den BVDA verschmolzen. Anfang 1987 hatte der VVDA noch 126 Mitgliedsverlage mit 316 Titeln bei einer wöchentlichen Auflage von 13,6 Mio. Exemplaren.