Münchner Wochenanzeiger erneut mit Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ausgezeichnet

Bücherschrank-Serie „Das literarische Quartett“ überzeugt Jury mit originellem Zugang zum Lesen.

Tanja und Johannes Beetz (Münchner Wochenanzeiger) wurden für ihre Bücherschrank-Serie im Staatsministerium für Unterricht und Kultus ausgezeichnet. Foto: Stiftung Lesen / Andreas Gebert

Die Münchner Wochenanzeiger sind erneut mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ausgezeichnet worden. Tanja und Johannes Beetz erhielten die bundesweit renommierte Auszeichnung für ihre Serie „Das literarische Quartett“, die sich mit öffentlichen Bücherschränken in München beschäftigt. Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ verliehen den Preis im bayerischen Kultusministerium.

 

Die Jury würdigte die Serie als „geistreich, niedrigschwellig und unterhaltsam“. In mehr als 30 Folgen stellen die Autoren jeweils vier Bücher vor, die in öffentlichen Bücherschränken zu finden sind. Mit Witz und Feingefühl überwinden sie dabei die Grenzen zwischen vermeintlich hoher und niedriger Literatur und machen Lust darauf, neue Bücher und Perspektiven zu entdecken. Die Serie leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Lesekultur.

 

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Verleihung des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises im Staatsministerium für Unterricht und Kultus am 21.10.2026 in München. Foto: Andreas Gebert/Stiftung Lesen

Neben den Münchner Wochenanzeigern wurden das SZ-Magazin, Die Zeit und Spektrum der Wissenschaft ausgezeichnet. Der seit mehr als 20 Jahren verliehene Dietrich-Oppenberg-Medienpreis würdigt journalistische Beiträge, die sich mit den Veränderungen der Informations- und Wissensgesellschaft auseinandersetzen und die Bedeutung des Lesens in den Mittelpunkt stellen.

 

Für die Münchner Wochenanzeiger ist es bereits die zweite Auszeichnung: Schon 2017 erhielten sie den Preis. Damit sind sie bislang die einzige kostenlose Wochenzeitung in Deutschland, die mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis geehrt wurde.

 

„Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen die Bandbreite des Lesens auf. Sie machen einerseits Lust aufs Lesen und beleuchten andererseits, wie Lesen unseren Alltag und unser Denken prägt“, sagte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, bei der Preisverleihung. „Das fasst unseren gesellschaftlichen Auftrag gut zusammen: Wir brauchen mehr Investitionen, um Lesefreude und -kultur zu fördern und damit vor allem die Lesekompetenz zu stärken. Das ist die Grundlage für ein zukunftsfähiges Miteinander.“

 

Johannes Beetz sieht eine besondere Verbindung zwischen Bücherschränken und kostenlosen Wochenzeitungen: „Hier wie dort findet man Dinge, nach denen man noch gar nicht gesucht hat. Bücherschränke – und Anzeigenblätter – speisen keine populistische Blase. Hier wie dort gibt es nur die fortwährende Einladung, mal eine neue Perspektive zuzulassen, mal die Gedanken anderer mitzudenken. Man muss sie ja nicht gleich selber übernehmen.“

 

Alle Beiträge der Serie: https://www.wochenanzeiger.de/thema/weitere-themenseiten/schatzsuche

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