Klausurtagung setzt neue Leitlinien für die Verbandsarbeit – mit klarem Blick nach vorn

Der geschäftsführende Vorstand des BVDA hat die strategischen Leitlinien für die weitere Verbandsarbeit gesetzt und zentrale Themen für die kommenden Monate definiert.

Haldun Tuncay, Andreas Müller, Alexander Lenders, Herbert Bergmaier und Sebastian Schaeffer (BDZV) (v. l. n. r.), Foto: BVDA/Ruben Semmerling

Der geschäftsführende Vorstand des BVDA hat auf seiner Klausurtagung am 18. und 19. März 2026 in Berlin die strategischen Leitlinien für die weitere Verbandsarbeit beraten und zentrale Themen für die kommenden Monate definiert. Im Mittelpunkt der Klausurtagung standen die künftige Positionierung der kostenlosen Wochenzeitungen, die Rolle des Verbandes in einem veränderten Marktumfeld und die politische Interessenvertretung der Branche.

 

Schwerpunkte für die nächsten Monate

BVDA Vorstand Klausurtagung
Foto: BVDA/Ruben Semmerling

 

Der BVDA will seine Arbeit künftig noch klarer an den Themen ausrichten, die die Mitgliedsunternehmen unmittelbar betreffen. Als prioritäre Leitthemen wurden die Zukunft der lokalen Reichweite, der unter Druck stehende Werbemarkt sowie Relevanz und politische Rahmenbedingungen festgelegt.

 

Die Klausurtagung verstand sich damit nicht nur als Bestandsaufnahme, sondern auch als Auftakt für die weitere Schärfung des Verbandsprofils. Der BVDA will aktuelle Entwicklungen künftig noch stärker aufgreifen, einordnen und den Austausch über strategische Fragen der Branche fördern. Zugleich soll die politische Kommunikation des Verbandes pointierter und sichtbarer werden.

 

Mehrwert für Mitglieder

 

Für die Mitgliedsunternehmen liegt der Wert eines starken Verbandes dabei vor allem in der gemeinsamen Perspektive: Der BVDA bündelt Themen, macht Entwicklungen für die Branche einordbar und schafft Raum für den Austausch über Herausforderungen, Interessen und mögliche Lösungen. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen kann dies dazu beitragen, Orientierungswissen zusammenzuführen und gemeinsame Positionen zu stärken.

 

Auch die Weiterentwicklung möglicher Service- und Austauschformate war Teil der Beratungen. Solche Angebote sollen dort geprüft werden, wo sie für die Mitgliedschaft insgesamt sinnvoll und tragfähig sind. Der BVDA macht damit deutlich, dass er seine Arbeit eng an den tatsächlichen Herausforderungen der Branche ausrichten will.

 

Politische Positionierung

 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der politischen Positionierung des Verbandes. Die Lobbyarbeit des BVDA soll sichtbarer, strategischer und stärker themengetrieben werden. Zentrale Themen bleiben die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf Zustell- und Kostenstrukturen, Gefahren drohender Umweltregulierung sowie europäische Regulierungsvorhaben. Gleichzeitig soll die gesellschaftspolitische Rolle der kostenlosen Wochenzeitungen als Teil lokaler Öffentlichkeit und demokratischer Teilhabe stärker herausgearbeitet werden.

BVDA Vorstand 2
Foto: BVDA/Ruben Semmerling

 

Alexander Lenders, Vorsitzender des BVDA, betont, die Klausurtagung habe gezeigt, dass der Verband seine Rolle in einem veränderten Umfeld bewusst weiterentwickeln wolle: als Stimme der Branche, als Plattform für zentrale Zukunftsfragen und als verlässlicher Partner seiner Mitglieder. „Unser Anspruch ist es, den Wandel in der Branche nicht nur zu beobachten, sondern ihn gemeinsam mit den Mitgliedern zu begleiten und einzuordnen. Der BVDA soll Orientierung geben, Debatten ermöglichen und gemeinsame Interessen sichtbar vertreten.“

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