Die gesellschaftliche Bedeutung der Anzeigenblätter

Aus einer wöchentlichen Auflage von rund 85 Millionen Exemplaren und einer sich auf nahezu alle Haushalte erstreckenden Verbreitung resultiert für die Anzeigenblätter in Deutschland und dem BVDA als ihrer Spitzenorganisation eine öffentliche Verantwortung. Demokratie lebt von der Qualität ihrer Medien und der Vielfalt der Berichterstattung. Dies gilt gerade im lokalen Kontext, wo das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweise gelingen soll. Doch Qualität und Vielfalt werden heute zunehmend infrage gestellt.

Seriöse Berichterstattung etablierter Medien wird mit Schlagwörtern wie "Lügenpresse" oder "Fake News" diffamiert und unter Generalverdacht gestellt. In den sozialen Medien verbreiten sich Falschnachrichten und Gerüchte zudem in rasender Geschwindigkeit. Das beste Rezept gegen Filterblasen, Echokammern und falsche Nachrichten ist noch immer die Vielfalt der Informationen und Meinungen sowie eine profunde Recherche der Medien. Anzeigenblattverlage können durch ihre Lesernähe, hohe Glaubwürdigkeit und lokale Kompetenz einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das demokratische Gemeinwesen und die engagierte Bürgergesellschaft zu unterstützen.

BVDA kämpft für verbesserte Rahmenbedingungen

Ihrer wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung können die Wochenblätter aber nur nachkommen, wenn sie nicht durch unnötige rechtliche und bürokratische Hürden daran gehindert werden und sich auf faire Rahmenbedingungen verlassen können. 

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter nimmt die politische Interessenvertretung wahr und setzt sich in der Politik für verbesserte Rahmenbedingungen der Gattung ein. So macht sich der Bundesverband unter anderem für Bürokratieabbau, Informationsfreiheit und die Stärkung des lokalen Handels stark. Die politischen Kernanliegen der deutschen Anzeigenblätter finden Sie hier.

BVDA ist Medienpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Über 30 Millionen Bürger engagieren sich in Deutschland freiwillig. Ob dies bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, im Sport- oder Musikverein, in Elterninitiativen oder bei Stadtteilprojekten – der ehrenamtliche Einsatz der deutschen Bevölkerung ist so bunt und vielfältig wie das lokale Geschehen vor Ort. Vor allem aber ist bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar für das Miteinander der Menschen in ihrem Umfeld und für den Zusammenhalt einer Gesellschaft insgesamt.

Freiwilliges Engagement durch lokale Berichterstattung zu stärken ist deshalb ein besonderes Anliegen des BVDA. Anzeigenblätter gehören zu den Medien, die besonders häufig über ehrenamtlich engagierte Menschen und Organisationen berichten – schließlich findet der Einsatz für das Gemeinwohl fast immer direkt vor Ort statt. Der BVDA ist seit 2012 Medienpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements und unterstützt diese durch Berichterstattung in Millionenauflage. Viele Menschen erfahren erst durch die Wochenblätter, dass es in ihrem Stadtteil oder Ort ein Integrationsprojekt, eine Bürgerinitiative oder einen Verein gibt. Für Anzeigenblattleser kann eine solche Berichterstattung ein Anstoß sein, selbst aktiv zu werden oder Angebote vor Ort zu unterstützen. Gleichzeitig bekommen die Engagierten die verdiente Anerkennung für ihren Einsatz.

Mehr Informationen über die Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter: www.engagement-macht-stark.de

Eine beispielhafte Berichterstattung unserer Mitgliedsverlage zum bürgerschaftlichen Engagement finden sie hier.

Medienpartnerschaft zur Aktion "Tag der offenen Gesellschaft"

Der BVDA unterstützte im vergangenen Jahr erstmalig die Aktion "17. Juni – Tag der offenen Gesellschaft" als Medienpartner. 20.000 Menschen setzten an 458 Tafeln in ganz Deutschland ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt, Gastfreundschaft und gelebte Offenheit. 

Auch in diesem Jahr begleitete der Verband den Tag der offenen Gesellschaft wieder als Medienpartner. "Der Tag der offenen Gesellschaft und die Wochenblätter bringen Menschen zusammen", sagte BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers. "Wenn ein ganzes Land auftischt, setzen wir ein wichtiges Zeichen für eine aktive Zivilgesellschaft. Und mit unseren Berichten über lokale ehrenamtliche Initiativen und Projekte möchten wir Menschen ermutigen, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen." Initiatoren des Tags der offenen Gesellschaft sind die Initiative Offene Gesellschaft und die Diakonie Deutschland. Zahlreiche Unterstützer wie Eckart von Hirschhausen, Katja Riemann oder der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben sich der bürgerschaftlichen und überparteilichen Initiative bereits angeschlossen.

In diesem Jahr fand der Tag der offenen Gesellschaft am 16. Juni 2018 statt. Der Verband hat die deutschlandweite Initiative wieder durch eine ausführliche Berichterstattung begleitet.

Weitere Informationen zum "Tag der offenen Gesellschaft" finden Sie unter: www.die-offene-gesellschaft.de/16juni