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Parlamentarischer Staatssekretär Steffen Bilger: Fahrverbote sind nicht die Lösung

Verbände und Politik diskutieren aktuelle Logistik-Herausforderungen beim Hauptstadtfrühstück des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)

Der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger spricht über aktuelle Logistik-Herausforderungen. Foto: BVDA

Berlin. Fahrverbote in Innenstädten sollten vermieden werden - stattdessen gelte es, alle Formen alternativer Antriebe zu fördern. Dies ist eine der Thesen, die der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium,  Steffen Bilger, beim Hauptstadtfrühstück des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) formulierte.

Unter dem Motto „Zukunft wird vor Ort gemacht: Logistik im Nahbereich – effizient, ökologisch, verantwortungsbewusst“ trafen sich heute Bundestagsabgeordnete, Verbandsvertreter, Journalisten und Mitarbeiter aus Ministerien zum Frühstücksdialog „VITAL LOKAL“ im Kaffeehaus Dallmayr in Berlin. Die Teilnehmer diskutierten vor allem die aktuellen Herausforderungen der Innenstadtlogistik, die besonders durch die wachsenden Paketzustellungen und die vielfach drohenden Fahrverboten von Dieselfahrzeugen geprägt sind.

BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers und Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Foto: BVDA

„Das Bundesverkehrsministerium und den BVDA verbindet die gemeinsame Herausforderung, stadt- und umweltverträgliche Lösungen für die letzte Meile zu finden. Deswegen arbeiten wir als BMVI an der Digitalisierung der Mobilität durch den Ausbau der Gigabitnetze. Und wir setzen auf alternative Antriebe, um gerade den Stadtverkehr effizient und sauber zu gestalten“, sagte Bilger vor den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Hauptstadtfrühstücks. 

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Steffen Bilger, ist Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik und unter anderem Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Bilger hob in seinem Vortrag hervor, dass mehr Mobilität – auch und gerade durch wachsende E-Commerce-Lieferungen – vor allem bedeuten müsse: effiziente und nachhaltige Mobilität. Dazu habe das BMVI ein entsprechendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Neben konkreter Förderung alternativer Antriebe, bei denen E-Autos nur einen Bereich ausmachten, gebe es auch vielfältige Anreize in den Kommunen, auf alternativ angetriebene Fahrzeuge umzusteigen: zum Beispiel die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen oder kostenlose Parkmöglichkeiten. Hier bestehe in vielen Kommunen noch großes Potenzial bei der Umsetzung, so Bilger.

Bundestagsabgeordnete, Verbandsvertreter, Journalisten und Mitarbeiter aus Ministerien trafen sich zum Frühstücksdialog "VITAL LOKAL". Foto: BVDA

BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers erörterte beispielhaft die aktuellen Herausforderungen für Anzeigenblattverlage: „Dieselfahrverbote behindern massiv unsere Auslieferungslogistik. Von unseren innerstädtischen Depots aus wird in erster Linie zu Fuß oder per Fahrrad zugestellt. Allerdings müssen die Transportfahrzeuge dort auch hingelangen können.“ Viele Verlage seien daran interessiert, ihren Fuhrpark umzustellen. Dies scheitere bisher allerdings an zu hohen Kosten und der mangelnden Reichweite der Fahrzeuge bei schwerer Beladung. Eggers warnte davor, Monopolstellungen bei der Zustellung im innerstädtischen Bereich durch Dieselfahrverbote zu befördern. Die urbane Zustellung von Presseprodukten dürfe nicht gefährdet werden. In diesem Sinne begrüße man die Haltung des BMVI, Fahrverbote vermeiden zu wollen, so Eggers.

Die nächste Veranstaltung von „VITAL LOKAL“ wird im September 2018 stattfinden und sich inhaltlich dem Thema „Herausforderungen in der Pflege“ widmen.

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