Aus den Verlagen

Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) zu Gast bei der Berliner Woche

Sebastian Schaeffer, stellv. BVDA-Geschäftsführer und Leiter Markt- & Mediaservice stellt die Leistungsdaten von Anzeigenblättern vor. Foto: Thomas Scharfstädt

Auf Einladung der Chefredaktion trafen sich Mitglieder des DPRG-Landesverbandes Berlin/Brandenburg am 13. Februar 2019 im Berliner Wochenblatt Verlag. Die Veranstaltung unter dem Titel "Zwischen Digitalisierung und Print - die heimliche Karriere der Anzeigenblätter" hatte ein klares Ziel: Miteinander ins Gespräch zu kommen und Fakten zu vermitteln. Dazu informierten der Chefredakteur der Berliner Woche, Helmut Herold, und sein Stellvertreter Hendrik Stein, gemeinsam mit dem stellvertretenden BVDA-Geschäftsführer Sebastian Schaeffer über die lokale Mediengattung.

Herold und Stein gingen vor allem darauf ein, wie sich die Anzeigenblätter in den letzten fünf Jahrzehnten kontinuierlich professionalisierten. Dabei haben sie sich nicht nur zu einem anerkannten Marktpartner von Handel und Wirtschaft entwickelt, sondern auch als relevantes journalistisches Medium etabliert. Die redaktionelle Bedeutung der Wochenblätter wird vor allem daran deutlich, dass sie als Medien- und Kooperationspartner wichtiger gesellschaftspolitischer Veranstaltungen und Anliegen geschätzt werden. Mit verlagsübergreifenden redaktionellen Themensetzungen gelingt es ihnen, aktuelle und wichtige Inhalte in einer zweistelligen Millionenauflage an die Bürger zu vermitteln.

Helmut Herold, Chefredakteur der Berliner Woche, informiert über die Gattung Anzeigenblätter. Foto: Thomas Scharfstädt

Schaeffer stellte die Leistungsdaten des lokalen Mediums vor. Zahlreiche Studien unabhängiger Marktforschungsinstitute bescheinigten den Wochenblättern neben einer hohen Reichweite auch eine sehr gute Leserbindung. Diese resultiere vor allem aus dem Mehrwert, den die Menschen durch die redaktionellen und werblichen Informationen aus dem Nahbereich zögen. Mehr als drei Viertel der Nutzer fühlen sich zuverlässig über Ereignisse vor Ort informiert und halten die Berichterstattung laut diverser Umfragen für glaubwürdig, erläuterte Schaeffer, der auch als Leiter den Markt- und Mediaservice im BVDA verantwortet.

Die DPRG-Teilnehmer wollten unter anderem wissen, wie die journalistische Unabhängigkeit gewahrt werden könne, zumal sich alle Wochenblätter ausschließlich durch Werbeerlöse finanzieren. Helmut Herold entkräftete entsprechende Vorbehalte, indem er darauf verwies, dass bei der Berliner Woche die Redaktion, die PR- und Anzeigenabteilung auch räumlich voneinander getrennt seien. Außerdem entschieden die Reporter in den lokalen Ausgaben selbst, welche Themen ins Blatt finden können. Dennoch seien die Anzeigenblätter ein idealer Partner für Verbände, Unternehmen und Institutionen: Vorausgesetzt es gelinge, ein überregionales Thema auf die lokale Ebene "herunterzubrechen" – dies ist allerdings eine Übung, die die PR-Experten aus dem Effeff beherrschen dürften.

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