Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) vergibt jährlich den Durchblick-Medienpreis für herausragende publizistische Leistungen der Anzeigenblattverlage. Mit dem Durchblick-Preis werden Autoren und Verlage ausgezeichnet, die sich um die redaktionelle Qualität, publizistische Bedeutung und die Innovationskraft der Anzeigenblätter verdient machen und damit zum positiven Image der Gattung beitragen.

2022 verlieh der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) bereits zum 17. Mal seinen renommierten Medienpreis "Durchblick". Gesucht wurden die besten publizistischen Leistungen in vier Kategorien. Am 5. Mai wurden im Rahmen der BVDA-Frühjahrstagung die besten publizistischen Leistungen in vier Kategorien feierlich verliehen.

Die Gewinner 2022

Gewinner in der Kategorie "Beste journalistische Leistung" wurden Meike Richter und Simone Steinbrenner von der Medienhaus Lüneburg GmbH mit ihrer Artikelserie "Brustkrebs: Betroffene Frauen erzählen, um anderen Mut zu machen".

Hendrik Stein zu dem Gewinnerbeitrag: "Mut braucht Vorbilder. Und diese liefert die einfühlsam geschriebene Artikelserie von Meike Richter und Simone Steinbrenner. Die Autorinnen kommen ihren Protagonistinnen sehr nahe und beschreiben deren Kämpfe, Ängste und Hoffnungen mittels einer klaren und unsentimentalen Sprache. Eine große Leistung der beiden Autorinnen ist es, ein tiefgehendes Vertrauensverhältnis zu den Krebspatientinnen aufgebaut und ihnen geholfen zu haben, mit der Sichtbarmachung ihres persönlichen Schicksals anderen Menschen in solch existenziellen Notlagen Mut zu machen."

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Der erste Preis in der Kategorie "Beste Innovations- und Vermarktungsaktion des Jahres" würdigte die Aktion "Wir machen Kunst sichtbar" der Marketing- & Sales-Service GmbH aus Augsburg, die Künstlerinnen und Künstler online und in Print Reichweite kostenfrei zur Verfügung stellten.

"Schnelle Hilfe – großer Erfolg. Unter diesem Motto könnte man die beste Innovations- und Vermarktungsaktion 2022 auch betrachten", urteilt Jurymitglied Daniela Ehmann vom echo in Heilbronn und hält ferner fest: "Nebenbei konnte man einen neuen Markt für Werbekunden schaffen, welcher Innovativ und modern gestaltet werden kann."

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Die Kategorie "Beste digitale Aktivität" stand ganz im Zeichen von neuen Geschäftsfeldern für die kostenlosen Wochenzeitungen. Unter allen Nominierten stach besonders der WochenKurier Lokalverlag mit der Online-Plattform "Stark für Cottbus" heraus.

Jurymitglied und Pressesprecher beim Handelsverband Deutschland, Stefan Hertel, über den Gewinnerbeitrag: "Wochenblätter müssen nah an den Menschen und ihren Problemen sein, sie müssen dahin gehen, wo es weh tut. Der Strukturwandel in der Lausitz ist in Cottbus und der Region zweifellos ein zentrales Thema, das den Alltag vieler Menschen vor Ort stark prägt. Deshalb ist die Plattform "Stark für Cottbus" mit ihren zahlreichen Erklärungen und Informationen zu Förderprogrammen eine wichtige und sehr wertvolle Aktion."

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In der Kategorie "Leser- und Verbrauchernähe" wurde die VRM GmbH & Co. KG aus Mainz für ihre Serie "Ackerkult: Land – Lässt - Leben" mit dem Durchblick-Preis ausgezeichnet.

Hendrik Stein, Jurymitglied und Chefredakteur der Berliner Woche: "Der Wettbewerbsbeitrag von VRM fußt auf einem von vorne bis hinten durchdachten Konzept, das eindeutig den Leser und Verbraucher ins Zentrum stellt. Neben Informationen zu fairen landwirtschaftlichen Produkten und nachhaltigen Produktionsweisen werden lokale Akteure vorgestellt und Leser zum Mitmachen, aber auch zum Umdenken herausgefordert."

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Zweit- und Drittplatzierte 2022

Den zweiten Platz belegt Dirk Jericho von der FUNKE Berlin Wochenblatt GmbH mit dem Beitrag "Stiller Abschied für die Einsamen". Einsamkeit ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Und wer ohne Familie und Freundeskreis lebt, stirbt zumeist auch einsam. Dass diese Menschen trotzdem in aller Würde bestattet werden, dafür sorgt der Urnenbegleiter Bernd Simon in Berlin. In einem Porträt würdigt der freiberufliche Reporter der Berliner Woche und des Spandauer Volksblatts, Dirk Jericho, das Engagement von Bernd Simon, der die Einsamen und Armen zu Grabe trägt.

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Der dritte Platz geht an die SÜWE Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG für den Beitrag "Einbeinig über die Alpen". Jacqueline Fritz ist beinamputiert und trotzdem Sportlerin durch und durch, klettert in der Nationalmannschaft und wandert sogar über die Alpen. SÜWE-Redakteur Roland Kohls interviewte die Beinamputierte mit Feingefühl, der Text macht Menschen mit und ohne Handicap Mut, dem Schicksal mutig zu begegnen und Bewegung in der Natur zu genießen. Dabei wurde - ohne voyeuristisch zu sein - die Sportlerin in den Mittelpunkt gestellt.

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Der zweite Platz geht an die Rundschau Verlagsgesellschaft mbH aus Wuppertal mit der Sonderveröffentlichung "planetW". "planetW" ist das erste lokale Nachhaltigkeitsmagazin für Wuppertal. Es erreicht seit 2021 als Sonderteil der Wuppertaler Rundschau mit einer Auflage von 168.000 Exemplaren fast alle Haushalte der Stadt. Diese Plattform Umfeld nutzen auch zahlreiche Industrieunternehmen für ihre Werbebotschaften rund um Klimaneutralität und Öko-Produkte, die bisher noch keine oder wenig Berührungspunkte mit dem Medium Anzeigenblatt hatten.

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Die SÜWE Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG / MWS Mediawerk Südwest GmbH bekommt den dritten Preis für das Magazin "Wald/E/Mar - Das Magazin für draußen". Mitten im Lockdown hat die SÜWE ein neues Magazin auf den Markt gebracht, das dem Zeitgeist entsprechend Outdoor-, Abenteuer- und Urlaubsthemen behandelt: Wald/E/Mar – das Magazin für draußen. Das Hochglanz-Magazin wird überregional vermarktet und enthält neben klassischen Anzeigen Advertorials, die auch online als "Digital-PRs" verlängert werden.

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Der zweite Preis in dieser Kategorie geht an die Niederrhein Nachrichten Verlag GmbH mit dem Projekt "Die NN-Lernagentur". Ausbildung auf Abstand: Mit der NN-Lernagentur haben die Niederrhein Nachrichten während der gesetzlich angeordneten Home-Office-Pflicht, ein modernes Ausbildungsformat geschaffen und zugleich ein neues Geschäftsmodell erschlossen.

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Den dritten Platz belegt die RAG Redaktionsservice GmbH mit der Aktion "Karnevalswagen för ze Hus" (Karnevalswagen für Zuhause). Auch der Karneval - im Rheinland hohes Kulturgut - musste 2021 Corona-bedingt abgesagt werden. Die Rheinischen Anzeigenblätter retteten für ihre Leser ein Stück "Jeck sein" mit ihrer Aktion "Karnevalswagen för ze Hus".

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Den zweiten Platz belegt die Neue Buxtehuder Verlagsgesellschaft mbH mit der Serie "Wege aus der Sucht". Egal, wie hoffnungslos die Situation auch zu sein scheint: Mit ihrer Serie "Wege aus der Sucht" hat Nicola Dultz von der Kreiszeitung Wochenblatt an sieben Beispielen gezeigt, dass es möglich ist, mit dem Trinken aufzuhören.

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Dritter Sieger ist die MGV Mediengestaltungs- und Vermarktungs GmbH & Co. KG mit der Reportage-Serie "Unsere Feuerwehren". Die zehnteilige Reportage-Serie "Unsere Feuerwehren" blickt tief hinter die Kulissen von Osthessens Feuerwehren. Wissbegierige und neugierige Marktkorb-Reporter begleiteten hierfür über ein halbes Jahr junge und erfahrene Feuerwehrmänner, widmeten sich wechselnden Herausforderungen für Rettungskräfte und thematisierten die von Technik-Innovationen geprägte Feuerwehr-Zukunft in Osthessen.  

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Die Jury

Die Jury tagte am 10. März 2022 im Berliner Haus der Presse. Mitglieder der Jury waren:

  • Daniela Ehmann (Delta Medien Service GmbH)
  • Tobias Farnung (MGV GmbH & Co. KG)
  • Helmut Herold (freier Journalist)
  • Stefan Hertel (Handelsverband Deutschland – HDE)
  • Simon Kretschmer (Gesellschafter CORRECTIV)
  • Andrea Kurtz (Lebensmittel Praxis)
  • Jannis Simons (WochenKurier Lokalverlag GmbH)
  • Hendrik Stein (FUNKE Berlin Wochenblatt GmbH)
  • Juliane Wehr-Ibold (DER MITTELSTANDSVERBUND)
  • Carsten Witte (Reutlinger Wochenblatt GmbH)

Kategorien und Bewertungskriterien

Diese Kategorie zeichnet den besten redaktionellen Artikel aus, der im Jahr 2021 in einem BVDA-Mitgliedsverlag erschienen ist (Print oder Online). Ein Genre ist nicht vorgegeben.

Eingereicht werden können auch Artikel, die im Rahmen einer redaktionellen Initiative des BVDA erschienen sind (z.B. zu den Themen Nachhaltigkeit/Umweltschutz | Stärkung des lokalen Einzelhandels | Bürgerschaftliches Engagements | Mülltrennung wirkt | Wahlberichterstattung mit CORRECTIV).

Bewertungskriterien:

  • Genre
    Liefert das gewählte Genre einen originellen und passenden Zugang zum Thema?
  • Gestaltung – Kongruenz von Text und Bild
    Ist die Aufmachung ansprechend gestaltet? Ist die Größe der Fotos angemessen? Unterstützen sie die Aussage des Textes?
  • Sprache und Stil
    Sind Erzählform und Perspektive gut gewählt? Transportieren sie eine dem Thema angemessene Emotionalität?
  • Nutzwert
    Wird der Leser über Wissenswertes zum Thema informiert, z. B. durch Infokästen oder crossmediale Angebote?
  • Gesellschaftliche und/oder lokale Relevanz
    Lässt der Artikel die Relevanz erkennen, welche das Thema auf gesamtgesellschaftlicher und / oder lokaler Ebene hat?

In dieser Kategorie wird die beste digitale Aktivität eines BVDA-Mitgliedverlages ausgezeichnet. Im Fokus stehen Aktivitäten, bei denen die in Print etablierte Marke im Digitalen, z. B. durch crossmediale Konzepte, gestärkt wird.

Eingereicht werden können z. B. Verlagsportale, Rubrikenmärkte, Social Media-Aktivitäten, Apps und mobile Websites, digitale Verkaufsprodukte oder digitale Vermarktungsprojekte. Auch Gemeinschaftsprodukte, z. B. von größeren Verlagshäusern, können eingereicht werden.

Kaufmännische Systeme sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Um eine Beurteilung in dieser Kategorie zu ermöglichen, muss das jeweilige Produkt einsehbar bzw. nachvollziehbar dargestellt sein.

Bewertungskriterien:

  • Design und Layout
    Wie ansprechend ist das Produkt gestaltet?
  • Nutzerfreundlichkeit
    Ist der Auftritt nutzerfreundlich, sodass er einfach und intuitiv bedient werden kann?
    Können sich die Nutzer selbst einbringen und interagieren?
  • Kreativität und Originalität
    Finden sich in dem Projekt Elemente, die es originell und attraktiv für bestehende und neue Nutzer machen? Werden Inhalte kreativ umgesetzt?
  • Nachhaltigkeit des Konzepts bzw. der Umsetzung
    Wie nachhaltig ist das Projekt angelegt? Lassen sich einzelne Elemente (Strategie, Technik) anderweitig wieder einsetzen bzw. adaptieren?
  • Stärkung der in Print etablierten Marke auch im Digitalen
  • Wird durch die digitale Aktivität auch die Marke in ihrer Gesamtheit gestärkt (dies umfasst auch die Printprodukte)?

Besondere und außergewöhnliche Ideen für die Gattung Anzeigenblatt, ob Print oder Digital, werden in dieser Kategorie ausgezeichnet: Es können verschiedene Formate oder Veröffentlichungen, Vermarktungs- oder Sonderaktionen oder auch crossmediale Konzepte eingereicht werden. Auch Veranstaltungen und Aktionen der Mitgliedsverlage sind für die Ausschreibung zugelassen.

Bewertungskriterien:

  • Kreativität und Originalität
    Ist die Idee für ein Anzeigenblatt neu oder ungewöhnlich? Ist sie besonders kreativ oder originell?
  • Idee und Ziel
    Welches Ziel liegt der Idee zugrunde? Wie gut ist die Idee geeignet, das Ziel zu erreichen?
  • Umsetzung
    Ist die Umsetzung gelungen? Passt sie zum Inhalt der Idee? Bietet die Aktion dem Leser und/oder Anzeigenkunden einen Mehrwert?
  • Unternehmerischer Erfolg
    Wie erfolgreich war die Aktion in der Vermarktung? Konnte dadurch z.B. mehr Umsatz erzielt oder neue Werbekunden akquiriert werden?

In dieser Kategorie werden redaktionelle Kampagnen ausgezeichnet, die 2021 erschienen sind und Themen behandeln, die nah am Menschen sind und damit eine besondere Leser- und Verbrauchernähe transportieren.

Auch Kampagnen, die im Rahmen einer redaktionellen Initiative des BVDA veröffentlicht wurden, können eingereicht werden, sofern sie den Fokus auf Leser- und Verbrauchernähe legen. Darüber hinaus können verschiedene Formate oder Veröffentlichungen eingereicht werden wie z.B. neue Serien oder Rubriken, die im Anzeigenblatt erschienen sind sowie Sonderpublikationen.

Bewertungskriterien:

  • Kampagnenfähigkeit
    Wird die Kampagne im Anzeigenblatt inhaltlich gut umgesetzt? Ist sie visuell prominent platziert?
  • Sprachrohr-Funktion
    Fungiert die Kampagne als Sprachrohr für die Belange der Leser? Behandelt sie ein gesamtgesellschaftlich bedeutendes oder ein  für die Leser bzw. Verbraucher regional wichtiges Thema?
  • Gattungsmarketing
    Trägt die Kampagne zum positiven Image der Gattung Anzeigenblatt bei?
  • Nachhaltigkeit
    Wird das Thema über einen längeren Zeitraum begleitet?
    Gibt es Auswirkungen der Kampagne (Leser-Reaktionen oder Reaktionen seitens anderer Stellen aus Politik, Wirtschaft oder gesellschaftlichen Organisationen)? Wenn ja, werden diese abgebildet und in die Berichterstattung eingebunden?
  • Visualisierung und gestalterische Umsetzung
    Ist die visuelle Umsetzung gestalterisch gelungen? Passt sie zum Inhalt der Idee?

Die Gewinnerbeiträge der letzten Jahre können Sie sich hier noch einmal anschauen.

Ihre Ansprechpartnerin

Anne Meyer
Anne Meyer
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