Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) vergibt jährlich den Durchblick-Medienpreis für herausragende publizistische Leistungen der Anzeigenblattverlage. Mit dem Durchblick-Preis werden Autoren und Verlage ausgezeichnet, die sich um die redaktionelle Qualität, publizistische Bedeutung und die Innovationskraft der Anzeigenblätter verdient machen und damit zum positiven Image der Gattung beitragen.

Für den Durchblick-Preis 2019 gingen insgesamt 121 Bewerbungen in der Geschäftsstelle ein. Aus den Bewerbungen bestimmte am 19. Februar eine hochkarätig besetzte Jury pro Kategorie drei Verlage. Im Rahmen der BVDA Frühjahrstagung am 4. April 2019 in Berlin fand die feierliche Preisverleihung statt. Die Festrede hielt in diesem Jahr die CDU-Vorsitzende Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Verbandspreis wird in den Kategorien "Beste journalistische Leistung", "Leser- und Verbrauchernähe", "Innovation – die beste Idee des Jahres" und "Beste digitale Aktivität" vergeben.

BVDA-Präsident Alexander Lenders begrüßte rund 300 Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft im Meistersaal am Potsdamer Platz. "Wir freuen uns sehr über die vielen hochkarätigen Einreichungen, die die beeindruckende journalistische Qualität, Innovationskraft und große Leser- und Verbrauchernähe der Anzeigenblätter eindrucksvoll veranschaulichen", sagte Lenders. Die Preisverleihung wurde von BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers und der freien Eventmanagerin Anne Henning moderiert.

Die Preisträger 2019

Die Gewinner

Heiner Frost mit dem Beitrag "Der falsche Mann"

Heiner Frost beleuchte den "Fall Amed A.", der eine  bundesweite Aufmerksamkeit bekam und in fast allen bedeutenden Medien der thematisiert wurde. Nirgendwo jedoch wurde er laut Jury-Urteil so detailliert und gut recherchiert beschrieben, wie von Heiner Frost in den Niederrhein Nachrichten. Welche Kraft in Anzeigenblättern stecke, werde in diesem Beitrag besonders deutlich.

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WochenKurier Lokalverlag GmbH & Co. KG mit der Aktion "WochenKurier sucht die 'Super-Pfleger'"

Die Leser waren aufgerufen, ihren "Super-Pfleger" vorzuschlagen, der vom WochenKurier in Anwesenheit eines Fachpublikums der Branche für sein besonderes Engagement geehrt wurde. Dies ist eine Aktion, bei der endlich einmal Menschen in Pflegeberufen Anerkennung finden, die in der gesellschaftlichen und politischen Debatte viel zu wenig Beachtung finden erfahren , begründet die Jury ihr Urteil.

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Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG mit dem Online-Portal "cityStories by ulmer wochenblatt"

Das Online-Portal löste den bisherigen Online-Auftritt ab und sorgte mit vielen neuen Features für frischen Wind im digitalen Erscheinungsbild. Hier ist ein überzeugendes Angebot für junge Menschen entstanden, ist die Jury überzeugt. Dass Leser online Themen vorschlagen und deren Bearbeitungsstand in Echtzeit nachvollziehen können, macht aus der journalistischen Arbeit ein Interagieren im Social Web, ganz nah am Leser.

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Wochenanzeiger Medien GmbH für die Schwerpunkt-Ausgabe "Fürchtet euch nicht!"

Die Wochenanzeiger setzen in ihren Schwerpunktausgaben ein Gegengewicht zu Hass und Hetze, indem sie viele Menschen befragt haben, wovor sie Respekt haben. Für die Jury steht fest: Respekt ist das Fundament einer lebenswerten Gesellschaft. Deshalb sei der Beitrag von so fundamentaler Bedeutung. Dieser erste Preis setze ein wichtiges Signal in Gesellschaft und Politik.

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Zweit- und Drittplatzierte

Den zweiten Platz belegt Jana Scheiding von der Allgemeinen Anzeiger GmbH mit dem Beitrag "Besser gehen als bleiben". Die Autorin beleuchtet darin das Thema Alkoholismus und beschreibt, mit welchen Problemen sich Angehörige konfrontiert sehen.

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Der dritte Platz geht an die Berliner Wochenblatt Verlag GmbH für den Beitrag "Leben ohne Lesen und Schreiben". Der Autor Thomas Frey schildert die Geschichte eines Analphabeten, der sein Leben trotzdem meistert.

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Der zweite Platz geht an die WOCHENPOST AWV Anzeigen-, Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH mit der Sonderbeilage "Teenies aus den 70ern". Diese erscheint als hippes Seniorenmagazin, das die wirklichen Interessen der Generation 55plus ernst nimmt und die verschiedenen Facetten beleuchtet.

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Die WVW Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft mbH bekommt den dritten Preis für das Buch "Herzrasen – Fan-Erinnerungen". Darin teilen Leser ihre WM-Erlebnisse - ergänzt von Interviews mit und Erinnerungen von ehemaligen WM-Spielern

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Der zweite Preis in dieser Kategorie geht an die Niederrhein Nachrichten Verlag GmbH mit dem Beitrag "Zusteller als Instagrammer". Um den Zustellerjob bei jungen Menschen ins Gespräch zu bringen, posten viele Zusteller Fotos aus ihrem Arbeitsalltag

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Kostenlose, Gemafreie Musik von musicfox: www.musicfox.com

Den dritten Platz belegt die Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG mit dem LeserReporter-Portal "meine.rheinische-anzeigenblaetter.de". Dort können Leser, Vereine und Institutionen unabhängig von der Redaktion eigene Inhalte veröffentlichen.

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Den zweiten Platz belegt die Wochenblatt-Verlag Schrader GmbH & Co. KG mit der Serie "Mein Leben ohne Plastik". In fünf Erfahrungsberichten lässt eine Redakteurin die Leser an ihrem Plastikfasten teilhaben. Dabei schildert sie sowohl positive Effekte als auch die Probleme, die der Verzicht auf Plastik bereitet.

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Dritter Sieger ist die WochenKurier Lokalverlag GmbH & Co. KG mit der redaktionellen Serie "Krankes Gesundheitssystem". Der Redaktion des WochenKurier gelingt es, mit der Redaktionsserie den Nerv von Lesern, Kunden und Geschäftspartnern zu treffen. Dazu recherchierte sie umfassend und ließ alle Beteiligten zu Wort kommen, wie beispielsweise Ärzte, Patienten und Angehörige

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Bildergalerie

Fotos von der Durchblick-Preisverleihung finden Sie hier

Die Kategorien

Diese Kategorie zeichnet den besten redaktionellen Artikel aus, der im Jahr 2018 in einem BVDA Mitgliedsverlag erschienen ist (Print oder Online).

Ein Genre ist nicht vorgegeben. Eingereicht werden können Artikel, die im Rahmen einer "Das geht uns alle an!"-Aktion 2018 erschienen sind (Kampf um Talente | Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage | Deutschland ist Kartoffelland | Nachhaltigkeit & Umweltschutz | 16. Juni – Tag der offenen Gesellschaft | Woche des bürgerschaftlichen Engagements).

Bewertungskriterien:

  • Genre
  • Gestaltung – Kongruenz von Text und Bild
  • Sprache und Stil
  • Nutzwert
  • Gesellschaftliche und/oder lokale Relevanz

Diese Kategorie zeichnet besondere Ideen aus. Es können verschiedene Formate oder Veröffentlichungen, Sonderaktionen oder crossmediale Konzepte eingereicht werden.

Ausgezeichnet werden können ebenfalls Veranstaltungen und Aktionen der Mitgliedsverlage.

Bewertungskriterien:

  • Kreativität und Originalität
  • Idee und Ziel
  • Visualisierung und gestalterische Umsetzung
  • Nachhaltigkeit

In dieser Kategorie wird die beste digitale Aktivität eines BVDA-Mitgliedverlages ausgezeichnet.

Dies umfasst auch crossmediale Konzepte. Eingereicht werden können z. B. Verlagsportale, Rubrikenmärkte, Social Media-Aktivitäten, Apps und mobile Websites, digitale Verkaufsprodukte oder digitale Vermarktungsprojekte. Auch Gemeinschaftsprodukte, z. B. von größeren Verlagshäusern, können eingereicht werden.

Bewertungskriterien:

  • Design und Layout
  • Nutzerfreundlichkeit
  • Kreativität und Originalität
  • Nachhaltigkeit des Konzepts bzw. der Umsetzung
  • Stärkung der in Print etablierten Marke auch im Digitalen

In dieser Kategorie werden redaktionelle Kampagnen ausgezeichnet, die Themen behandeln, die nah am Menschen sind und damit eine besondere Leser- und Verbrauchernähe transportieren. Auch Kampagnen, die im Rahmen der BVDA-Initiative "Das geht uns alle an!" veröffentlicht wurden, können eingereicht werden, sofern sie den Fokus auf Leser- und Verbrauchernähe legen. Darüber hinaus können verschiedene Formate oder Veröffentlichungen eingereicht werden wie z.B. neue Serien oder Rubriken, die im Anzeigenblatt erschienen sind sowie Sonderpublikationen.

Bewertungskriterien:

  • Kampagnenfähigkeit
  • Sprachrohr-Funktion
  • Gattungsmarketing
  • Nachhaltigkeit
  • Visualisierung und gestalterische Umsetzung 

Zusätzlich für eingereichte Beiträge im Rahmen der Initiative "Das geht uns alle an!":

  • Beste Umsetzung von "Das geht uns alle an!"

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Anne Meyer
Anne Meyer
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