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BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Sabine und Daniel Röder

Ministerpräsident Armin Laschet: Große Veränderungen beginnen oft mit wenigen Menschen, die das Richtige tun

„Die Gründer von ‚Pulse of Europe‘, Sabine und Daniel Röder, haben eine Bewegung angestoßen, die nicht von oben verordnet wurde, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommt.“ Das sagte heute in Berlin der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dr. Mathias Döpfner. Der Preis sei ein wichtiges Signal für Bürgersinn und Stärkung der Zivilgesellschaft „in einer Zeit, in der Populisten und Diktatoren Furchtbares anrichten“. Besonders beeindruckend sei dabei, erklärte der BDZV-Präsident, mit welcher Heiterkeit und Gelassenheit das Ehepaar seine Initiative vorantreibe. Die Jury – alle Chefredakteure der im BDZV organisierten Verlage – hatte den beiden Frankfurter Wirtschaftsjuristen die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für ihr Engagement für die europäische Idee zugesprochen.

Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, betonte vor den rund 150 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin, dass es in diesem Jahr, in dem so viele wichtige europapolitische Entscheidungen anstehen, keinen besseren Preisträger geben könne als „Pulse of Europe“, und sagte: „Die großen Veränderungen in der Welt beginnen oft mit wenigen Menschen, die zum richtigen Zeitpunkt das Richtige machen.“ Er selbst habe „Pulse of Europe“-Demonstrationen auf dem Berliner Gendarmenmarkt wie auch vor dem Aachener Dom erlebt, wo hunderte Menschen zusammengekommen seien, um zu sagen: „Wir kämpfen für dieses Europa.“ Es sei das große Verdienst der Röders, erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, den öffentlichen Raum sichtbar für eine positive Bewegung zurückerobert zu haben.

„Nach der Brexit-Entscheidung und der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA war uns schlagartig klar, dass die Zeit des erschrocken-auf-dem-Sofa-Sitzens vorbei ist und wir selbst etwas tun müssen“, berichtete Daniel Röder über die Anfänge der Bewegung im November 2016. Und seine Frau Sabine Röder ergänzte: „Es reicht nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen, jetzt ist die Zeit der Zivilgesellschaft, sie ist gefragter denn je.“ Während der Name „Pulse of Europe“ vom ersten Tag an feststand, sei allerdings zunächst eher an eine Lichterkette quer durch Europa im Stil der 80er Jahre gedacht gewesen, verriet das Ehepaar. Erst die Unterstützung vieler Freunde habe aus der Idee eine Bewegung gemacht. „Genau wie wir haben viele Menschen Angst um Europa und den europäischen Gedanken. Wir haben mit ‚Pulse of Europe‘ ein überparteiliches Forum geschaffen, auf dem sie für ihre Überzeugung öffentlich eintreten können.“

Der Bürgerpreis wird seit dem Jahr 2010 vom BDZV für herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgeschrieben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung. Vorschläge für die Würdigung können ausschließlich durch die Zeitungen eingereicht werden. Die Jury besteht aus den 259 Chefredakteuren der BDZV-Mitgliedsverlage.

Zuletzt als „Bürger des Jahres“ geehrt wurde der Autor und Essayist Navid Kermani. Der Vorschlag kam von fünf Zeitungen gemeinsam: „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Kölnische Rundschau“, „Express“ (Köln), „Rheinische Post“ (Düsseldorf) und „General-Anzeiger“ (Bonn). Zuvor ging die Würdigung an Elisabeth Ehninger, Gründerin des Vereins Dresden - Place to be (nominiert von den „Dresdener Neuesten Nachrichten“), an den (2016 gestorbenen) Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V. und des Friedenskorps Grünhelme Rupert Neudeck (nominiert vom „Kölner-Stadt-Anzeiger“), an Gaby Wentland (nominiert vom „Hamburger Abendblatt“), Nora Weisbrod (nominiert von der „Allgemeinen Zeitung“, Mainz, und dem „Wiesbadener Kurier“), das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der „Ostsee-Zeitung“, Rostock) sowie als ersten Preisträger 2010 an Thomas Beckmann (nominiert von der „Rheinischen Post“, Düsseldorf). Die aktuellen Preisträger Sabine und Dr. Daniel Röder wurden gemeinsam von „Frankfurter Neue Presse“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ nominiert.

Die Preisträger Sabine und Dr. Daniel Röder hatten am 1. Advent 2016 erstmals dazu aufgerufen, für den Erhalt einer vereinten, friedlichen und demokratischen Europäischen Union öffentlich zu demonstrieren. Mittlerweile zählen rund 130 Städte in 20 europäischen Ländern zum Netzwerk der Initiative. Die Jury würdigte mit ihrer Wahl, dass durch den großen persönlichen Einsatz des Ehepaars und seiner Freunde aus einer kleinen Frankfurter Aktion eine starke internationale Bewegung wurde.

Fotos von der Veranstaltung können hier heruntergeladen werden www.bdzv.de/buergerpreis

Kontakt: BDZV, Anja Pasquay, Telefon 030/726298214, E-Mail pasquay(at)bdzv(dot)de.

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Die vollständige Pressemitteilung des BDZV finden Sie hier.

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