Der BVDA veranstaltet jährlich mit der Frühjahrs- und Herbsttagung die größten Events der Anzeigenblattbranche. Für jeweils zwei Tage bietet der Verband Mitgliedern, Experten und Multiplikatoren eine Plattform zur Netzwerkbildung sowie zum Informationsaustausch und Ideentransfer.

Ausblick Tagungen

Herbsttagung 2018

  • 25. bis 26. Oktober 2018 in Osnabrück
  • Thema: „Zukunft des Handels“

Der Gastgeber der Abendveranstaltung im Rahmen der BVDA-Herbsttagung 2018 ist die Osnabrücker Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH – ein Unternehmen der NOZ MEDIEN

 

BVDA-Tagungen 2019

  • Frühjahrstagung 2019 vom 4. bis 5. April 2019 in Berlin
  • Herbsttagung 2019 vom 24. bis 25. Oktober 2019 in Saarbrücken

Der Gastgeber der Abendveranstaltung im Rahmen der BVDA Herbsttagung 2019 ist die Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH.

Frühjahrstagung 2017 in Berlin – Lenders erneut zum BVDA-Präsidenten gewählt

Zum Auftakt ihrer Frühjahrstagung am 6. April 2017 in Berlin wählten die Anzeigenblattverleger Alexander Lenders erneut zum Präsidenten des BVDA.

Als BVDA-Vizepräsidenten wieder bzw. neu gewählt wurden: 

  • Andreas Müller (Super Sonntag Verlag GmbH, Aachen)
  • Michael Simon (Wochenanzeiger Medien GmbH, München)
  • Carol-Monique Krummenauer (Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, Saarbrücken)
  • Michael Rausch (Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co. KG, Köln)

Die Mitgliederversammlung wählte folgende Verlagsvertreter neu in den BVDA-Hauptausschuss:

  • Axel Schindler (WVW Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft mbH und ORA Ostruhr-Anzeigenblattgesellschaft mbH & Co. KG , Essen)
  • Görge Timmer (Berliner Wochenblatt Verlag GmbH, Berlin)
  • Rainer Zais (SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG, Ludwigshafen)

Politik würdigt wichtige Funktion der Wochenblätter für die Demokratie

Insgesamt stand die BVDA-Frühjahrstagung ganz im Zeichen des Superwahljahres 2017 und der aktuellen und zukünftigen Bedeutung der Wochenblätter. Zum 30-jährigen Bestehen des Verbandes kamen rund 300 Verleger, Experten und Multiplikatoren in Berlin zusammen. Auf dem Anzeigenblattforum am 7. April diskutierten Repräsentanten von im Bundestag vertretenen Parteien und Franz-Reinhard Habbel, damaliger Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, über den Abbau bürokratischer Hürden, damit die Wochenblätter ihrer wichtigen Funktion für das demokratische Gemeinwesen nachkommen können.

Der Soziologe Prof. Dr. Harald Welzer forderte die Wochenblätter auf, durch eigene Themensetzung, sorgfältige Recherche und Berichterstattung einer Hysterisierung der Kommunikation entgegenzuwirken. Die Wochenblätter förderten vor allem den Zusammenhalt in der lokalen Gemeinschaft, so Welzer. 

Manfred Braun, damaliger Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, beschrieb im Interview mit BVDA-Vizepräsident Andreas Müller die wichtige Rolle, die die Anzeigenblätter im und für den Medienkonzern spielten: „Durch ihre hyperlokale Berichterstattung bauen sie eine unmittelbare Nähe auf zu den Menschen und ihrer Lebenswelt vor Ort. Das schafft Vertrauen.“ Zuletzt beleuchtete Prof. Dr. Klaus Eckrich Lust und Frust bei der Führung von Veränderungsprozessen. Viele Veränderungsprozesse krankten vor allem deshalb, weil die Führungsmannschaft zeitlich und führungstechnisch überfordert sei. Nur durch geschicktes Change Management, so Eckrich, sei erfolgreiche Führung in allen Phasen des Wandels möglich.

Durchblick-Preis zeichnet Verlage für besondere publizistische Leistungen aus

Am Abend des 6. April 2017 vergab der BVDA den Medienpreis „Durchblick“. BVDA-Präsident Alexander Lenders und Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers begrüßten rund 300 Gäste im Estrel Festival Center in Berlin. Peter Altmaier, damaliger Bundesminister für besondere Aufgaben sowie Chef des Bundeskanzleramts und heutiger Bundesminister für Wirtschaft und Energie eröffnete die Preisverleihung und hob in seiner Rede die große gesellschaftspolitische Bedeutung der Anzeigenblätter und der Printmedien insgesamt hervor. In schwierigen Zeiten wie der Debatte um „Fake News“ und „Lügenpresse“ könnten die Wochenblätter mit steigenden Glaubwürdigkeitswerten aufwarten. „Die Leserinnen und Leser wissen: Sie können den Anzeigenblättern vertrauen, da es dort keine Fake News gibt.“ Print sei durch nichts zu ersetzen, so der Chef des Bundeskanzleramts. „Daher müssen wir uns für die Zukunft der Printmedien stark machen und insgesamt für Presse- und Meinungsfreiheit eintreten.“ Altmaier versprach den Anzeigenblattverlegern zudem, sich für weniger Bürokratie und eine anwendungs- und bürgerfreundliche öffentliche Verwaltung einzusetzen.

Ausgezeichnet wurden Preisträger in den Kategorien „Beste journalistische Einzelleistung “, „Leser- und Verbrauchernähe“, „Innovation – die beste Idee des Jahres“ und „Beste digitale Aktivität“. Mit dem Durchblick-Preis zeichnet der Verband jährlich Preisträger in verschiedenen Kategorien aus, die der gestiegenen publizistischen Relevanz der Anzeigenblätter Rechnung tragen. Nach einer internen Vorauswahl der Nominierten durch die BVDA-Arbeitskreise Redaktion, Marketing und Digitales kürt eine Jury die Gewinner. Die Preisverleihung wird von BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers und Anne Henning, Leiterin Akademie und Event, moderiert. Mehr zu den Gewinnern und der Jury erfahren Sie hier.

BVDA-Herbsttagung 2017 in Darmstadt – Wandel im Fokus

Zum Auftakt der BVDA-Herbsttagung appellierte BVDA-Präsident Alexander Lenders an die Verlage, die Chancen und Möglichkeiten von Veränderungen für sich zu nutzen. „Gerade im Jahr des 30-jährigen Bestehens unseres Verbandes müssen wir uns den veränderten Rahmenbedingungen stellen und neue Lösungen für neue Herausforderungen erarbeiten“, sagte Lenders in seiner Eröffnungsrede. Zudem hob er die starke Gemeinschaft und partnerschaftliche Zusammenarbeit im BVDA hervor.

Zum 30-jährigen Bestehen des Verbandes kamen am 19. und 20. Oktober mehr als 300 Verleger, Experten und Multiplikatoren zu dem größten Treffen der Branche in Darmstadt zusammen. Die BVDA-Herbsttagung beschäftigte sich mit dem Thema Wandel in seinen unterschiedlichen Facetten und den damit verbundenen Auswirkungen für die Anzeigenblattverlage.

Der Trendforscher und Geschäftsführer des GDI Gottlieb Duttweiler Institute for Economic and Social Studies, Dr. David Bosshart, arbeitete die Umwälzungen im stationären Handel und deren Bedeutung für die Anzeigenblattbranche heraus. „Aus isolierten Produkten werden vernetzte Dienstleistungen, der Datenfluss bestimmt den Warenfluss, der digitale und sinnliche Erlebnisraum weitet sich aus“, führte Bosshart aus. Dienstleistungen und eine kluge Logistik spielten eine immer größere Rolle. Er rief die Verlage auf, in ihre Kundenbeziehungen, eine intelligente Logistik und vernetzte Services zu investieren.

Aufgrund der Digitalisierung und zunehmenden Vernetzung wird auch der Datenschutz in Anzeigenblattverlagen wichtiger und komplexer denn je. Susanne Böhm, Datenschutzbeauftragte der Mediengruppe Pressedruck, erläuterte die Auswirkungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung auf Anzeigenblattverlage und rief sie auf, sich rechtzeitig auf die neue Rechtslage einzustellen, die auch zahlreiche Neuerungen im Kundendatenschutz und Marketing bringe.

Auch mit der aktuellen Debatte um „fake news“ und den daraus resultierenden Chancen und Verpflichtungen für die Anzeigenblätter setzten sich die Verlage auseinander. Rechtsanwalt Dr. Christoph Partsch zeigte auf, welche Auskunfts- und Einsichtsrechte sich für Anzeigenblattverlage aus den journalistischen Sorgfaltspflichten und aus dem Recht auf Recherche ergeben.

Im Mittelpunkt des zweiten Tages des Branchentreffens standen die Medialeistung der Anzeigenblätter und ihre Vermarktung sowie das Thema Nachhaltigkeit. Heiko Genzlinger, CEO des Zeitungsvermarkters Score Media, warb für die nationale Vermarktungsallianz. Genzlinger hob die Stärke der regionalen Printmedien hervor und lobte die Reichweite und Werbewirkung der Anzeigenblätter. „Niemand zweifelt an der Werbewirkung der Anzeigenblätter. Die Kunden sehen den Effekt schließlich unmittelbar an der Kasse.“

Stefan Haensel von der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF und Andreas Müller, Geschäftsführer der Super Sonntag Verlags GmbH und BVDA-Vizepräsident, gingen auf die Bedeutung von Umweltschutzaspekten für die Anzeigenblattbranche ein. „Jedes zu viel produzierte Anzeigenblatt und jeder zu viel produzierte Prospekt kostet unsere Kunden bares Geld. Deshalb optimieren wir unsere Zustellung laufend und sorgen dafür, dass nur die Menschen unsere Produkte bekommen, die sie auch wollen“, erläuterte Müller. Der BVDA werde sich dem Thema Nachhaltigkeit künftig ausführlicher widmen: „In Sachen Umweltschutz haben wir viel zu bieten, aber auch noch einige Aufgaben zu bewältigen.“

Zum Abschluss der Herbsttagung skizzierte BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers wichtige künftige Herausforderungen in der Verbandsarbeit. Zentral seien beispielsweise ein kraftvolles Gattungsmarketing, die Vernetzung und Mitgestaltung von politischen Rahmenbedingungen, die Optimierung der Logistik sowie die Personalgewinnung und -bindung.

Hier gelangen Sie zur Bildergalerie der Frühjahrstagung 2017 (Berlin) und der Herbsttagung 2017 (Darmstadt).