*Quelle: Anzeigenblatt Qualität 2013/2014
14.09.2016 bis 14.09.2016 - Hauptausschusssitzung
Madsack Mediengruppe, Hannover
20.10.2016 bis 21.10.2016 - BVDA-Herbsttagung 2016
NH Hotel München Ost Conference Center, München
 

ADA Auflagenkontrolle der Anzeigenblätter

Alle Mitgliedsverlage des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter sind nach der Satzung verpflichtet, die von ihnen herausgegebenen Titel der Auflagenkontrolle zu unterziehen.

Bundesweit werden 900 Wochenblätter mit einer Gesamtauflage von 64,2 Millionen Exemplaren im Rahmen der ADA dahingehend überprüft, ob die von ihnen angegebenen Auflagen auch den Tatsachen entsprechen. Dies entspricht einem Anteil von 70 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter.

Die ADA wurde 1985 in den Markt eingeführt. Bis dahin gab es für das Medium Anzeigenblatt keine Kontrollinstanz. Die werbungtreibende Wirtschaft begrüßte diesen Fortschritt, weil bei den geprüften Titeln keine Zweifel an der Richtigkeit der Auflagenhöhe mehr bestehen konnten. So setzte sich die ADA sehr schnell im Markt durch. Heute hat sie in der Werbewirtschaft eine große Bedeutung. Viele Inserenten belegen nur noch solche Anzeigenblätter, die auch ADA-geprüft sind.

Das Kontrollsystem wird getragen von dem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Trotzdem ist die ADA keine verbandliche Instanz. Um die Glaubwürdigkeit der Prüfung zu untermauern, werden die Kontrollen bundesweit von zwei namhaften Wirtschaftsprüfungsbüros in Köln und München durchgeführt. Diese Wirtschaftsprüfer arbeiten zwar nach einheitlichen Richtlinien, um die Wettbewerbsneutralität zwischen den Verlagen zu wahren. Sie sind in ihrer Tätigkeit gemäß ihrer Berufsordnung jedoch von Verband und Verlagen völlig unabhängig.

Geprüft wird die gedruckte Auflage sowie die Trägerauflage. Für die Verifizierung dieser beiden Kategorien haben die Verlage alle hierfür relevanten Unterlagen vorzulegen. Das sind zum Beispiel Rechnungen für Druck und Transport, Nachweis des Papierverbrauchs, um über eine Kontrollrechnung mit dem Gewicht des einzelnen Exemplars eine Plausibilität herzustellen, Packlisten für die einzelnen Zustellbezirke, Ladelisten und die Arbeitsberichte der Vertriebsinspektoren.

Kernstück der Kontrolle ist die genaue Prüfung der Belieferung und der Entgelte für die Zusteller. Ausgehend von dem vitalen Interesse des Verlages, Entgelte nur für wirklich verteilte Exemplare zu bezahlen, lässt sich über die Entgeltsumme die tatsächlich verteilte Auflage feststellen. Der Wirtschaftsprüfer kontrolliert anhand der Bankbelege, ob die Zahlungen an die Zusteller auch tatsächlich geleistet und keine internen Scheinbuchungen vorgenommen wurden. Dieser Katalog von Prüfinstrumenten bietet die notwendige Sicherheit vor falschen Auflagenzahlen.

Die ADA-Richtlinien regeln nicht nur die Technik der Prüfung. Vielmehr sind in ihnen auch Vorkehrungen getroffen, dass nur die Normalhöhe der Auflage zur Meldung und Ausweisung kommen kann. Einmalige oder künstliche Erhöhungen der Durchschnittsauflage durch Sonderausgaben oder einmalige Auflagenerhöhungen aus besonderem Anlass werden eliminiert. Gleiches gilt für nicht kontrollierbare Mengen an Sammelabholstellen, also solche Exemplare, welche nicht einzeln durch Zusteller verteilt, sondern als Stapel zur Mitnahme ausgelegt werden.

Jeder Verlag muss vierteljährlich die Durchschnittsauflage des Quartals melden. So besteht auch zwischen den Prüfungen die Möglichkeit, die in der Regel gegebene Kontinuität der Auflagenhöhe zu verfolgen.

Die ADA-Zahlen werden einmal im Jahr - zusammen mit weiteren planungsrelevanten Daten - veröffentlicht. Sie stehen allen Werbungtreibenden und Werbeagenturen zur Verfügung. Die Verlage dürfen das ADA-Signet als Qualitätsmerkmal in ihrer Eigenwerbung benutzen, um ihre Seriosität auch bezüglich der Auflagenhöhe öffentlich zu dokumentieren.

 

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