Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben am 27. September zum 17. Mal den Dietrich Oppenberg-Medienpreis an Journalisten vergeben, die in ihrer Arbeit das Lesen in all seinen Facetten thematisieren. Die Münchner Wochenanzeiger gewannen mit ihrer Schwerpunktausgabe „Lesen“ den Sonderpreis. Über einen Zeitraum von drei Wochen rückte Chefredakteur Johannes Beetz Lesen in den Mittelpunkt mehrerer Ausgaben der Münchner Wochenanzeiger. Johannes Beetz sei es mit seinem Redaktionsteam gelungen, seinen Lesern den Wert des Lesens als Kernkompetenz und Kulturtechnik in seiner Vielfalt nahe zu bringen, führte die Jury in ihrer Begründung aus.

Mit der Vergabe des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises an die Münchner Wochenanzeiger wurde erstmalig ein Anzeigenblatt mit der Auszeichnung geehrt. Die Schwerpunktausgaben der Münchner Wochenanzeiger erschienen im Zuge der redaktionellen Initiative „Das geht uns alle an!“ des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Hier werden in den im BVDA organisierten Anzeigenblättern regelmäßig verlagsübergreifend relevante Themen aufgegriffen und lesernah aufbereitet. „Über die Auszeichnung freue ich mich nicht nur für das Team der Münchner Wochenanzeiger und die damit verbundene Anerkennung für die vielen Projekte, über die wir berichtet haben“, sagte Johannes Beetz. „Sie würdigt auch die hohe redaktionelle Qualität und Lesernähe der Anzeigenblätter.“ Zudem bestätige sich, dass der BVDA mit seiner redaktionellen Verbandsinitiative „Das geht uns alle an!“ verlagsübergreifend die richtigen Themen setze.

Die Preisverleihung fand in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Kultusministerin Baden-Württembergs Dr. Susanne Eisenmann in Stuttgart statt. Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ist mit 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen und dem Sonderpreis aufgeteilt werden. „Die Fähigkeit und Möglichkeit zu lesen, kann Leben verändern und eröffnet Perspektiven – für Individuen ebenso wie für eine ganze Gesellschaft. Den ausgezeichneten Journalisten ist es meisterhaft gelungen, diesem Zusammenhang in ihren Reportagen, Berichten und Interviews nachzuspüren“, betonte Eisenmann. Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, ergänzten: „Wir beglückwünschen die vier Preisträger: Sie bieten mit ihren Beiträgen dem Lesen ein Podium, das für die Bildung und das Demokratiebewusstsein nachwachsender Generation von großer Bedeutung ist.“

Den ersten Preis gewann Hatice Akyün mit ihrem Text Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte im ZEITmagazin. Der zweite Preis ging an Petra Cyrus mit ihrem ARD-Beitrag Dumm und faul? Mein Kind hat Legasthenie. Thomas Thiel wurde für „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“, erschienen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg benannt. Mit der Auszeichnung wollen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Lesens in einer freien Gesellschaft sowie eine lebendige Zeitungskultur fördern.

Weitere Informationen unter: www.stiftunglesen.de