„Collaboration ist the key: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenarbeit. Wenn wir als Branche die Antworten auf die digitalen Fragen finden wollen, dann geht das nur gemeinsam.“ Das sagte Thomas Düffert, BDZV-Vizepräsident und CEO der Madsack Mediengruppe, zum Auftakt des von BDZV und Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) veranstalteten Kongresses „Zeitung Digital 2017“. Wenn Zeitungsverlage die Kraft der Branche nutzten, dann werde es jedem einzelnen Verlag leichter fallen, Transformations-Journalismus in einer Transformations-Gesellschaft wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben, versicherte Düffert vor rund 300 Verlegern, Geschäftsführern, Verlags- und Digitalverantwortlichen, die heute und morgen in Berlin zusammenkommen, um über die virulenten Themen im Markt zu diskutieren.

Düffert betonte die Bedeutung der Werte, die für guten Journalismus stünden: „Wahrhaftigkeit. Unabhängigkeit. Mut.“ Diese würden, „vielleicht sogar noch viel mehr, im digitalen Journalismus gelten“. Gerade im digitalen Zeitalter müssten auch Unabhängigkeit und Freiheit der Presse immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden.

Michael GoldenMichael GoldenEinblicke in die Strategie eines der bedeutendsten Verlagshäuser weltweit gab Michael Golden, Vice Chairman Board of Directors der „NYT“ und vor Kurzem gewählter WAN-IFRA-Präsident, in seiner Keynote. Den Ansatz seines Verlags erklärte der Manager mit dem Leitsatz: „Wir müssen Digital umarmen, als hinge unser Leben davon ab.“ Dabei warnte Golden vor einer Zukunft, in der die Kunden sich schneller verändern als die Verlagsunternehmen. Um mit der immer schnelleren Entwicklung mitzuhalten, empfahl er, „eine 1:1-Beziehung zu den Lesern aufzubauen“. Dazu brauche es vor allem gutes Datenmanagement.

Ein weiteres Highlight am ersten Konferenztag war das Gespräch zwischen Christoph Keese, Geschäftsführer Axel Springer hy GmbH, und Frank Briegmann, Zentraleuropa-Chef des Musikkonzerns Universal, zum Thema „Beats and Bits – Vom radikalen Wandel in der Musikindustrie“. Briegmann stellte hinsichtlich kostenfreier Online-Angebote klar: „Reichweite zahlt uns keine Rechnung.“  
Der Kongress Zeitung Digital 2017, zum 17. Mal gemeinsam von BDZV und WAN-IFRA veranstaltet, steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von Social Publishing, Native Advertising, Start-ups und Innovationen im lokalen Geschäft. Es geht um Chancen und Herausforderungen für Verlage.

Als Experten heute und morgen außerdem auf dem Podium: Eine besondere Erfolgsgeschichte aus Österreich präsentiert Patricio Hetfleisch, Geschäftsführer New Media Online GmbH, Moser-Holding. Er demonstriert, wie lokale Stärken bei der „Tiroler Tageszeitung“ ins Digitale übersetzt werden. Beim Wettbewerb „Start-up-Battlefield“ treten vier junge Gründer gegeneinander an; das Publikum wird zur Jury.

Laura Himmelreich
, Chefredakteurin „Vice.com“, hält einen Vortrag zum Thema „Gegen den Mainstream – Millennials ansprechen und begeistern“. Im Anschluss diskutieren Wolfgang Büchner, Chief Content Officer der Madsack Mediengruppe; „SZ.de“-Chefredakteurin Julia Bönisch und Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion, darüber, was Journalismus in digitalen Zeiten leisten kann. Mit den „Dallas Morning News“ präsentiert sich ein weiterer innovativer Verlag aus den USA auf der Bühne, der insbesondere hinsichtlich Paid Content neue Wege geht. Einen Überblick über die weltweit wichtigsten Trends gibt der amerikanische Medien-Experte John Wilpers, Senior Director USA, Innovation International Media Consulting.

Moderiert wird der Kongress von Nadine Rosenkranz, Leitung Produktmanagement/Sales Marketing beim sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, und Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der „Saarbrücker Zeitung”.

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Kontakt: Anja Pasquay, Telefon 030/726298-214, E-Mail pasquay(at)bdzv.de